Vertrauen braucht Zeit

Es entsteht durch wiederholte Erfahrungen von Sicherheit, Verlässlichkeit und Orientierung. Es wächst dort, wo der Hund erlebt, dass seine Signale wahrgenommen und seine Bedürfnisse berücksichtigt werden und dass sein Mensch in unterschiedlichen Situationen verlässlich und vorhersehbar reagiert.

Dabei geht es nicht nur darum, dass dein Hund lernt, was du von ihm erwartest. Auch du darfst lernen, deinen Hund immer besser zu verstehen. Zum Beispiel seine Signale deuten zu lernen und seine eventuellen Überforderungen, sein Nähe- Distanzbedürfnis besser einordnen und berücksichtigen zu können.

Denn Vertrauen entwickelt sich immer dann, wenn dein Hund erlebt, dass du ihn wahrnimmst, seine Signale ernst nimmst und ihm Orientierung gibst. Die ist die Basis auf der sich euere Beziehung weiterentwickeln kann. Diese wiederum bildet die Grundlage zur Entwicklung einer tiefen Bindung zwischen einem Menschen und seinem Hund.

Und auch für dich kann mit der Zeit mehr Sicherheit entstehen: Du lernst, deinen Hund besser einzuschätzen, seine Signale früher zu erkennen und angemessener auf ihn zu reagieren.

So entsteht Vertrauen nicht dadurch, dass einer von euch dem anderen einfach „vertrauen soll“, sondern durch die vielen kleinen Erfahrungen, in denen ihr euch gegenseitig kennenlernen, aufeinander einstellen und Sicherheit miteinander erleben könnt.