#3 Hund auf Rezept?
Was die Mensch-Hund-Verbindung mit Gesundheit, Stress und persönlicher Entwicklung zu tun hat.
Seit mehr als zwanzig Jahren gehören Hunde zu meinem Leben. In dieser Zeit durfte ich viele Mensch-Hund-Verbindungen kennenlernen, Menschen und ihre Hunde ein Stück ihres gemeinsamen Weges begleiten und selbst mit Hunden im eigenen Familienverbund leben. Die Erfahrungen aus all dem haben mein Bild von der besonderen Verbindung zwischen Mensch und Hund geprägt – und mich zu einem ganz persönlichen Resümee geführt.
Hunde eignen sich aus meiner persönlichen Erfahrung ganz hervorragend als ganzheitliche „Gesundheits-Booster“. Sie sind Bewegungsmotivatoren, gute Laune-Verbreiter, Seelentröster und damit echte Alltagsbegleiter für Körper, Geist und Seele.
Über diesen Gedankengang gelangte ich nicht nur zum Thema meines aktuellen Fachartikels: „Hund auf Rezept?“, sondern auch zu meiner selbst entwickelten Methodik für eine Persönlichkeitsentwicklung mit Hund.
Bildentwicklung via Photoshop und KI - Bildrecht: Claudia Krampe
Du, dein Hund - deine persönliche Entwicklung
Eine ganzheitliche Betrachtungsweise.
Vielleicht runzelst du gerade jetzt die Stirn – und zugegeben, dieser Gedanke klingt zunächst ungewöhnlich. Denn natürlich ist ein Hund kein Medikament. Er ersetzt weder eine medizinische Behandlung, noch kann aus der Haltung eines Hundes automatisch auf eine bessere
Gesundheit geschlossen werden.
Und trotzdem beschäftigt sich die Wissenschaft seit Jahren mit der interessanten Frage, wie sich das Zusammenleben mit Hund auf den Menschen auswirkt. Dabei geht es nicht nur um die Freude am Zusammenleben.
Untersucht wurden unter anderem körperliche Aktivität, Stressreaktionen, Herz-Kreislauf-Parameter, hormonelle Prozesse, soziale
Interaktion und das subjektive Wohlbefinden. Eine systematische Übersichtsarbeit von Teo et al. wertete 129 Studien zu physiologischen Veränderungen bei Mensch-Hund-Interaktionen aus. Die Autoren fanden unter anderem Hinweise auf Veränderungen bei Herzratenvariabilität, Oxytocin und Cortisol. Gleichzeitig betonen sie, dass die Ergebnisse vom jeweiligen Kontext abhängen und die bisherige Forschung noch methodische Grenzen aufweist.
Der wissenschaftlich interessante Punkt dabei ist, dass die Mensch-Hund-Verbindung mit Prozessen verbunden sein kann, die für Stress, Bewegung, soziale Verbundenheit und damit für gesundheitsrelevante Lebensbereiche bedeutsam sind.
Und genau an dieser Stelle habe ich der Frage nachgespürt:
Was kann ein Hund darüber hinaus für die persönliche Entwicklung eines Menschen bedeuten?
Der Hund als Resonanzgeber
Dein Hund - ein Lebewesen, das in der Interaktion mit dir auf dich und deine Signale reagiert
Ich betrachte den Hund als Resonanzgeber – als ein Lebewesen, das in der Interaktion mit dir auf dich und deine Signale reagiert und dabei
immer auch seine eigene Erlebenswelt mit einbringt. Bewusst spreche ich dabei nicht vom Hund als Spiegel. Denn der Begriff „Spiegel“
würde zu stark suggerieren, dass ein Hund die Persönlichkeit oder den inneren Zustand seines Menschen einfach „abbildet“.
Allerdings wäre dies zu einfach gedacht. Denn wissenschaftlich betrachtet ist die Mensch-Hund-Interaktion viel komplexer.
Vielleicht fragst du dich jetzt, was ich genau mit dem Begriff Resonanzgeber meine?
Eventuell hast du dich bereits selbst mit dem Lebewesen Hund und seiner ganz eigenen Art, die Welt zu erleben, beschäftigt?
Ein Hund nimmt seine soziale Umwelt sehr genau wahr und reagiert auf Signale seines Menschen, die für ihn relevant sind. Dabei verarbeitet er nicht nur das, was wir bewusst zeigen oder sagen. Auch unsere Körpersprache, unsere Stimmung, unsere Bewegungen und unser Verhalten können für ihn wichtige Signale sein, auf die er reagiert. Dazu gehören beispielsweise Blickrichtung, Körperorientierung und Aufmerksamkeit. Untersuchungen zeigen, dass Hunde menschliche Aufmerksamkeitszustände berücksichtigen und ihr Verhalten entsprechend verändern können.
Auch die Beziehung zwischen Mensch und Hund spielt dabei eine Rolle: Hunde richten ihre Aufmerksamkeit nicht ausschließlich nach der bloßen Vertrautheit mit einer Person, sondern unterscheiden auch nach der Qualität der bestehenden Beziehung. Das macht die gemeinsame Interaktion so interessant. Denn wenn dein Hund auf deine Aufmerksamkeit, deine Körperorientierung oder dein Verhalten reagiert, entsteht Resonanz.
Nicht im esoterischen Sinn. Sondern als wechselseitige Reaktion innerhalb einer realen sozialen Beziehung. Und diese Resonanz kann für den Menschen innerhalb achtsamer Interaktionen mit seinem Hund wahrnehmbar werden. Und so kann ein ganz normaler Moment sichtbar machen, was dem Menschen sonst verborgen geblieben wäre.
Die Bedeutung der hündischen Resonanz auf
menschliches Verhalten
Selbsterkenntnis durch Mensch-Hund-Interaktionen als Teil persönlicher Entwicklung.
Die Interaktion mit einem Hund kann uns mit Seiten von uns selbst in Berührung bringen, die im Alltag vielleicht wenig Aufmerksamkeit bekommen. Sie kann sichtbar machen, wie wir mit Nähe und Distanz, mit Grenzen, Kontrolle, Erwartungen, Frustration und Konflikten
umgehen. Sie kann uns zeigen, wie geduldig wir sind, wie sicher wir auftreten und wie leicht oder schwer es uns fällt, unser eigenes Verhalten
zu hinterfragen. Unser Hund hält uns dabei nicht einfach einen Spiegel vor. Vielmehr entsteht in der Beziehung zu ihm eine Resonanz, die uns etwas über uns selbst erfahren lassen kann.
Stelle dir vor, dass du nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommst. Du öffnest deine Haustür und Dein Hund begrüßt dich. Du bist körperlich angekommen – gedanklich aber noch bei einem schwierigen Gespräch, einer Entscheidung oder einer Aufgabe. Dies kann sich zum Beispiel in deiner Körperanspannung zeigen oder auch in der Reaktion gegenüber deinem Hund. So reagierst du bei der Begrüßung deines Hundes eventuell kürzer, weniger emotional oder aufmerksamer als sonst.
Dein Hund bemerkt dein verändertes Verhalten, deine Körperanspannung und kleinste Veränderungen in deiner Körpersprache. Genau diese feinen Signale wahrzunehmen, gehört zu seinen besonderen Fähigkeiten. Und dein Hund wird seinerseits auf dein verändertes Verhalten, auf deine Körperanspannung, mit einem veränderten Verhalten reagieren. Eventuell bemerkst du seine veränderte Reaktion und tust diese innerlich mit einem „der ist aber heute wieder launisch“ oder so ähnlich ab.
Genau an dieser Stelle möchte ich dich zu einem Perspektivwechsel einladen.
Verschiebe den Fokus von deinem Hund auf dich selbst und frage dich zum Beispiel, was in dir vorgeht. Hattest du einen stressigen Tag mit
vielen Terminen? War der Verlauf einer wichtigen Vertragsverhandlung nicht wie gewünscht? Fühlst du dich eventuell körperlich unwohl?
Genau hier beginnt meine Arbeit mit dir: bei diesem Perspektivwechsel, bei der bewussten Hinwendung zu dir selbst und zu der Frage, was die Beziehung mit deinem Hund dir über dich erzählen kann.
Achtsamkeit beginnt mit Wahrnehmung
Unsere Herausforderung im Alltag.
Achtsamkeit ist die bewusste und nicht bewertende Wahrnehmung eines Momentes, einer Situation eines Ereignisses. Sie kann uns helfen reflektiert zu handeln. Sie kann mitten im Alltag stattfinden. Bei der Rückkehr von der Arbeit, beim Spaziergang, bei gemeinsamen Aktivitäten. Oder in einer Situation, die dich unerwartet beschäftigt.
Innehalten, beobachten und wahrnehmen - ganz ohne Bewertung. Mehr braucht es nicht.
Im stressigen Alltag scheint dies oft eine große Herausforderung zu sein, mal eben von 100% auf 0% herunterzufahren. Auch erschließt sich uns nicht immer der Sinn, denn unser Leben funktioniert und wir funktionieren. Somit ist doch alles bestens oder doch nicht?
Auf der Erfolgsleiter weit oben - immer schneller & effektiver
Was wenn zu funktionieren und beruflicher Erfolg nicht alles sind?
Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (kurz: BAuA ) zählen psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz, insbesondere Stress, zu den relevanten arbeitsbezogenen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Gerade hohe berufliche Verantwortung hat ihren Preis, denn beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den häufigsten und kostenintensivsten Ursachen für Arbeitsausfälle. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland für circa ein Drittel aller Todesfälle verantwortlich. Hierbei können chronischer Stress und psychosoziale Belastungen eine wichtige Rolle spielen.
Rund drei Millionen Menschen in Deutschland sind Führungskräfte. Die BAuA hat Führungskräfte deshalb in einer repräsentativen Untersuchung gesondert betrachtet. So gaben 41 % der hoch qualifizierten Führungskräfte emotionale Anforderungen als belastenden Faktor an. Weitere 36 % dieser Gruppe gaben überlange Arbeitszeiten als Negativbelastung auf ihre Gesundheit an. 22 % benannten ein andauernd hohes Arbeitstempo als gesundheitlich belastend.
Und was hat dies mit dem Haustier Hund zu tun?
Das bewusste Leben mit Hund kann präventiv zur Gesunderhaltung beitragen.
Nicht nur, weil du dich mehr bewegst sondern auch, weil gemeinsame Situation mit deinem Hund zu einem konkreten Erfahrungsraum für Selbstwahrnehmung werden können. Denn dein Hund reagiert beispielsweise auf die Veränderungen in deinem Verhalten, deinen Emotionen und deine veränderten Körperanspannung.
Aber was ist das Ergebnis dieser Veränderungen?
Du beginnst auf deinen Körper zu achten, ihn wieder wahrzunehmen und rechtzeitig zu merken, was du selbst benötigst. So kannst du präventive Maßnahmen zur Gesunderhaltung einleiten.
Auch Emotionen können langfristig krank machen, denn sie sind eine körperlich-psychische Reaktion auf zum Beispiel ein belastendes Ereignis. So ist es sinnvoll zu lernen, die eigenen Emotionen und die eventuell damit verbundenen Gedanken oder Ereignisse nicht herunterzudrücken sondern sie wieder zuzulassen und sie bewusst wahrzunehmen.
Von der Selbstwahrnehmung zur persönlichen Entwicklung
Wenn du wieder lernst dich selbst besser zu verstehen.
Persönlichkeitsentwicklung bedeutet nicht, dass du ein anderer Mensch werden musst. Sie bedeutet zunächst, dass du lernst dich selbst
besser zu verstehen und wahrzunehmen.
Denn dann erkennst du vielleicht: … dass du unter Zeitdruck schneller reagierst, als dir bewusst ist, … dass du Schwierigkeiten hast, Grenzen wahrzunehmen, … dass du Situationen stark kontrollieren möchtest, … dass du deine eigenen Bedürfnisse häufig zurückstellst, … dass du dich nur schwer auf einen Moment konzentrieren kannst, oder dass du dich selbst und vielleicht auch andere ständig unter Leistungsdruck setzt.
Solche Muster können im Gespräch über sich selbst zwar verstanden werden, allerdings werden sie erst in konkret erlebten Situationen
wirklich greifbar.
Genau deshalb ist der eigene Hund für diesen Ansatz so interessant. Denn wir knüpfen an eurem gemeinsamen Alltag an, an euren Themen.
Warum persönliche Entwicklung überhaupt möglich ist
Die Sicht der psychologischen Forschung auf die menschliche Persönlichkeit.
Persönlichkeit wird häufig als etwas verstanden, das uns einfach ausmacht. Doch die psychologische Forschung zeigt ein differenzierteres Bild.
In einer großen systematischen Untersuchung von 207 Studien fand man heraus, dass Persönlichkeitsmerkmale sich im Zusammenhang mit Interventionen durchaus verändern können. Die Autoren berichten Veränderungen über durchschnittlich etwa 24 Wochen und fanden Hinweise darauf, dass diese Veränderungen nicht ausschließlich auf klinische Interventionen beschränkt waren.
Auch neuere Interventionsforschung untersucht gezielte Veränderungen von Persönlichkeitsmerkmalen und deren Zusammenhang mit Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit.
Das bedeutet nicht, dass wir dir von DOG-SPIRIT.com versprechen, deine Persönlichkeit in einer bestimmten Weise zu verändern.
Nein - viel besser!
Dies weist auf etwas Grundsätzlicheres hin: Der Mensch ist nicht vollständig auf seine bisherigen Muster festgelegt. Dies bedeutet Wiederrum, dass bewusste Wahrnehmung Möglichkeiten eröffnen kann. Neue Möglichkeiten können widerrum zu anderen Entscheidungen führen. Und wiederholte neue Entscheidungen können langfristig neue Gewohnheiten und Verhaltensweisen entstehen lassen.
Und was hat das mit Gesundheit zu tun?
Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit einer Erkrankung.
Unser körperliches Wohlbefinden steht auch mit Bewegung, Erholung, Stress und unserem alltäglichen Lebensstil in Verbindung. Und genau
hier gibt es bei der Mensch-Hund-Beziehung mehrere interessante Ansatzpunkte.
1. Bewegung -ein Hund bringt Bewegung in den Alltag
Auch an Tagen, an denen der Schreibtisch, Termine und Verpflichtungen eigentlich dagegen sprechen.
Eine aktuelle Untersuchung auf Grundlage des deutschen Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) betrachtete 15.240 Personen über einen
längeren Zeitraum. Dauerhafte Hundehaltung war dabei – auch nach Kontrolle verschiedener soziodemografischer, körperlicher und psychologischer Faktoren – mit höherer körperlicher Aktivität an Werktagen und Wochenenden verbunden.
Eine Metaanalyse von 49 Studien kam ebenfalls zu dem Ergebnis, dass Haustierhalter im Vergleich zu Nicht-Haltern häufiger körperlich
aktiv waren. Der Effekt war insbesondere bei der Häufigkeit körperlicher Aktivität erkennbar. Für die psychische Gesundheit waren die Ergebnisse dagegen deutlich weniger eindeutig.
Der Hund kann damit einen ganz praktischen Anstoß zu mehr Bewegung geben.
2. Stress und physiologische Reaktionen – gesundheitliche Auswirkungen der Mensch-Hund-Interaktion
Ebenfalls ist die Frage interessant, was während der Mensch-Hund-Interaktion im Körper geschieht.
Die systematische Übersichtsarbeit von Teo et al. fand bei verschiedenen Formen der Mensch-Hund-Interaktion unter anderem Hinweise
auf eine höhere Herzratenvariabilität, Veränderungen des Oxytocins und niedrigere Cortisolwerte. Diese Befunde werden als mögliche
Hinweise auf Prozesse der Entspannung, sozialen Bindung und Stressregulation diskutiert.
Eine experimentelle Studie mit 48 Teilnehmern untersuchte die Reaktion auf eine standardisierte soziale Stresssituation. Teilnehmer, die während des Experiments von einem Hund begleitet wurden, zeigten im Vergleich zu den anderen Bedingungen abgeschwächte Cortisol- und Herzfrequenzreaktionen. Die Autoren sehen darin Hinweise auf einen möglichen stressreduzierenden Effekt der Anwesenheit eines Hundes.
Zu berücksichtigen ist aber, dass ein einzelnes Forschungsergebnis nicht bedeutet, dass jeder Hund bei jedem Menschen Stress reduziert.
Die Wirkung hängt von Situation, Mensch, Hund und Art der Interaktion ab.
Allerdings kann ich aus meiner zwanzigjährigen Erfahrung und dem Zusammenleben mit Hunden die hier aufgezeigten positiven Einflussfaktoren
auf die Gesundheit durch Eigenstudien bestätigen.
3. Die eigene Stresswahrnehmung - der Bereich, der über die reine Hundehaltung hinausgeht.
Vielleicht kannst du durch deinen Hund nicht nur erleben, dass du angespannt bist. Sondern lernst auch, früher
zu bemerken, wann du angespannt wirst.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Denn zwischen einem automatischen Reagieren und einer bewussten Entscheidung
liegt häufig ein kleiner Moment: Der Moment der bewussten Wahrnehmung.
Und wenn du in der Lage bist diesen Moment zu erkennen, entsteht Handlungsspielraum. Denn du kannst innehalten, eine Situation anders betrachten, deine Reaktion überprüfen oder auch anders handeln.
Und genau hier beginnt Persönlichkeitsentwicklung.
Die DOG-SPIRIT.com-Methodik
Die vier Ebenen - Wahrnehmen . Klären . Ausrichten . Entscheiden.
Dabei ist wichtig: Der Hund entscheidet nichts für dich. Er gibt dir keine Diagnose und er kann dir nicht sagen, wer du bist. Die Verantwortung und die Entscheidung bleiben bei dir. Aber was bedeutet dies konkret für dich?
Vielleicht möchtest du gar nicht „an dir arbeiten“. Eventuell möchtest du einfach mehr Klarheit oder wünscht dir mehr innere Ruhe. Einen bewussteren Umgang mit Belastung und ein Bewusstsein für deine eigenen Grenzen, einen bewussteren Zugang zu deinen eigenen Bedürfnissen oder einfach mehr Zeit für dich.
Und möglicher Weise, möchtest du einfach ein besseres Verständnis dafür entwickeln, warum du in bestimmten Situationen immer wieder auf dieselbe Weise reagierst.
Dann kann dein Hund zu einem besonderen Begleiter werden.
Nicht weil er deine Probleme löst. Sondern weil ihr gemeinsam Situationen erlebt, in denen du dich selbst beobachten kannst.
Der Hund bleibt einfach Hund
Dein Hund als dein Begleiter deines ganz persönlichen Entwicklungsprozesses.
Diese Tatsache ist für mich ein wesentlicher Punkt meiner Arbeit. Dein Hund darf das tun, was er am liebsten tut - dich begleiten.
Er muss kein Therapiehund oder perfekt erzogen sein. Und du musst kein perfekter Hundehalter sein. Denn hier geht es nicht um die Veränderung deines Hundes sondern um das Erlernen der bewussten Wahrnehmung der Begegnung mit dir selbst über deinen Hund.
Hierbei bietet uns gerade der ganz normale Alltag unzählige Situationen:
Zum Beispiel beim Spaziergang, beim Heimkommen und bei gemeinsamen Aktivitäten.
Fazit - Ein Hund auf Rezept?
Ganzheitliche Gesundheit durch das Zusammenleben mit Hund
Wissenschaftlich und medizinisch betrachtet genießt der Hund sicherlich nicht das Prädikat verschreibungspflichtiger Medizin zur präventiven Gesunderhaltung. Auch ist er kein Arzt, der es vermag Krankheiten zu heilen.
Aber das Leben mit einem Hund kann Bedingungen schaffen, die für einen gesundheitsbewussten Alltag interessant sind:
Bewegung, Beziehung, Aufmerksamkeit, Alltagsstruktur, gemeinsame Aktivität - schlichtweg kann er eine gesunde Lebensführung begünstigen. Und – unter bestimmten Bedingungen – physiologische Prozesse, die mit Stressregulation in Verbindung stehen indirekt positiv beeinflussen.
Und es kann noch etwas hinzukommen: Die bewusste Auseinandersetzung mit dir selbst.
Dein Hund als Resonanzgeber für deinen ganzheitlichen Entwicklungsprozess - mein Ansatz in meiner Arbeit mit dir.
Die Hundeunterstützte Persönlichkeitsentwicklung betrachtet deinen Hund weder als therapeutisches Instrument und noch als „Spiegel“
deiner Persönlichkeit.
Dein Hund ist dein Resonanzgeber in der alltäglichen Begegnung mit dir. Durch die bewusste Schulung deiner achtsamen Wahrnehmung,
kannst du die gesteuerte Beobachtung deiner Reaktionen auf gemeinsame Interaktionen wahrnehmen. Hierbei kannst du eigene Muster erkennen, Hintergründe klären, deine innere Haltung überprüfen und daraus eigene Entwicklungsschritte ableiten.
Und vielleicht beginnt genau dort eine Veränderung, die nicht nur deinen Umgang mit deinem Hund betrifft. Sondern auch deinen Umgang
mit dir selbst.