Sicherheit bedeutet nicht Kontrolle

Kontrolle richtet den Blick häufig darauf, mögliche Situationen zu verhindern, vorherzusehen oder unmittelbar zu beeinflussen. Sicherheit kann dagegen auch daraus entstehen, dass du deinen Hund immer besser einschätzen kannst und Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten entwickelst.

Du darfst lernen, Situationen wahrzunehmen, Signale frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Dabei kann es natürlich sinnvoll sein, bestimmte Situationen durch Management zu gestalten oder Risiken zu vermeiden. Doch Sicherheit entsteht nicht allein dadurch, dass du möglichst viel kontrollierst.

Sie kann auch daraus wachsen, dass du weißt: Ich kann mit dem umgehen, was passiert.

Du darfst lernen, deinem Hund Orientierung zu geben, ohne jede seiner Bewegungen steuern zu müssen. Und du darfst darauf vertrauen, dass du auch dann handlungsfähig bleibst, wenn eine Situation anders verläuft als erwartet. Denn echte Sicherheit bedeutet nicht, dass nichts Unvorhergesehenes passiert. Sie bedeutet, dass du dir zunehmend zutraust, damit umzugehen.